Landessprachprogramm
Kinder haben das Recht all ihre Sprachen zu entwickeln und zu nutzen. (Bildungspl. BB 2024) Unterschiedliche Familiensprachen, Zweitsprachen, Dialekte, Gebärdensprache sowie weitere Formen unterstützender Kommunikation sehen wir als Bereicherung und Herausforderung, besonders in der sprachlichen Bildung. Sie bieten uns Möglichkeiten zu Erfahrungen mit weiteren Vielfaltsaspekten. Sprachliche Interaktionen werden wertschätzend auf Interessen und Individualitäten der Kinder abgestimmt.
Seit 2011 wurde unser Integrationskindergarten durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufene Bundessprachprogramm gefördert. Dieses Bundessprachprogramm ist im Juni 2023 ins Landessprachprogramm überführt worden, so dass eine nahtlose Weiterführung möglich war. Zusätzlich zur bestehenden Bildungsarbeit der pädagogischen Fachkräfte in den Gruppen, gab uns dieses Programm die Möglichkeit, die Kinder durch eine speziell ausgebildete Erzieherin unseres Teams mit dem Fachprofil Sprachbildung, in ihrer sprachlichen Entwicklung zu unterstützen.
Als „Sprachkita“ legen wir besonderes Augenmerk auf deren Entwicklung und das bewusste Sprachvorbild der pädagogischen Fachkräfte, als Grundlage unserer täglichen pädagogischen Arbeit. In regelmäßigen Fortbildungen und Qualitätsrunden beschäftigen sich alle pädagogischen Fachkräfte mit der sprachlichen und kommunikativen Entwicklung von Kindern.
Über die gesamte Verweildauer, der uns anvertrauten Kinder, steht die alltagsintegrierte sprachliche Förderung im Vordergrund. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Sprachräume zu öffnen, in denen Kinder wertschätzende, vielfältige, qualitätsvolle und motivierende Erfahrungen mit ihren Sprachen machen können. Alltagsintegriert, besonders auch über den musikalisch- rhythmischen und kreativen Bereich, werden die Kinder in unserem Kindergarten sprachlich gefördert.
Eine barrierefreie Kommunikation ermöglicht allen Kindern die aktive Teilhabe am Alltag. Kinder mit geringem Wortschatz oder eingeschränktem Sprachverständnis werden durch unterstützende Gebärden und Metacom-Symbole begleitet. So können sie ihre Bedürfnisse, Wünsche und Gedanken besser ausdrücken und verstehen.
Zusätzlich fördert ein Sprachprogramm in Begleitung der kompensatorischen Fachkräfte die deutschen Sprachkenntnisse der Kinder im letzten Kitajahr.
Besteht nach gezielter Beobachtung und einem „Sprachscreening für das Vorschulalter“(SSV) ein festgestellter Förderbedarf, erfolgt eine entsprechende Förderung in der Kleingruppe.